Mehr Platz für den Alltag: Was eine gute Garderobe ausmacht
Jacken, Schuhe, Taschen und Schlüssel – im Vorraum kommt einiges zusammen. Besonders im Herbst und Winter, wenn dicke Mäntel, Stiefel, Schals und Hauben dazukommen, wird der Platz oft knapp.
Doch nicht immer ist zu wenig Raum das eigentliche Problem. Häufig fehlt es an einer durchdachten Aufteilung, ausreichend Stauraum oder passenden Ablagemöglichkeiten.
Eine gut geplante Garderobe erleichtert den Alltag und sorgt dafür, dass alles seinen Platz hat. Dabei kommt es nicht nur auf die Größe an, sondern vor allem auf die richtige Nutzung des vorhandenen Raumes.
Wir zeigen Ihnen sieben Tipps, mit denen Sie Ihren Vorraum funktional und platzsparend gestalten können.
1. Überlegen Sie zuerst, was wirklich Platz finden muss
Bevor es an die Gestaltung geht, sollten Sie sich Gedanken über Ihren tatsächlichen Stauraumbedarf machen.
Wie viele Personen nutzen die Garderobe? Wie viele Jacken und Schuhe sollen darin untergebracht werden? Wo bewahren Sie Taschen, Schirme, Schlüssel oder andere Alltagsgegenstände auf?
Denken Sie dabei auch an die unterschiedlichen Jahreszeiten. Winterjacken und Stiefel benötigen wesentlich mehr Platz als leichte Sommerkleidung.
Unser Tipp: Unterscheiden Sie zwischen Dingen, die Sie täglich benötigen, und solchen, die nur gelegentlich gebraucht werden. Alltagsgegenstände sollten schnell erreichbar sein, während selten genutzte Kleidung auch in höheren Schrankfächern Platz finden kann.
2. Planen Sie nicht nur den Stauraum, sondern auch die Bewegungsfreiheit
Gerade in kleinen oder schmalen Vorräumen zählt jeder Zentimeter. Trotzdem sollte die Garderobe nicht möglichst viel Platz einnehmen, sondern sich gut in den Raum einfügen.
Berücksichtigen Sie bei der Planung deshalb auch die Öffnungsbereiche von Haus- und Innentüren. Schranktüren und Schubladen müssen sich problemlos öffnen lassen, ohne wichtige Durchgänge zu versperren.
In engen Vorräumen können Schiebetüren eine sinnvolle Alternative sein, da sie keinen zusätzlichen Schwenkbereich benötigen. Allerdings ist bei dieser Lösung immer nur ein Teil des Schrankes gleichzeitig zugänglich.
Unser Tipp: Messen Sie nicht nur die verfügbare Wandfläche aus, sondern überlegen Sie auch, wie viel Bewegungsraum beim Anziehen, Schuhewechseln und Öffnen der Garderobe benötigt wird.
3. Nutzen Sie Nischen und die Raumhöhe sinnvoll aus
Viele Vorräume haben Ecken, Wandvorsprünge oder Nischen, die mit herkömmlichen Möbeln nur schwer eingerichtet werden können.
Genau hier bieten maßgefertigte Garderoben Vorteile. Sie lassen sich an die vorhandenen Abmessungen anpassen und können auch Bereiche unter einer Treppe oder schmale Wandflächen sinnvoll nutzen.
Ebenso lohnt sich ein Blick nach oben: Ein raumhoher Garderobenschrank schafft zusätzlichen Stauraum für saisonale Kleidung, Taschen oder andere Gegenstände, die nicht täglich gebraucht werden.
Wichtig ist allerdings auch die richtige Schranktiefe. Für Jacken und Mäntel auf herkömmlichen Kleiderbügeln sind etwa 55 bis 60 cm ein sinnvoller Richtwert. Steht weniger Platz zur Verfügung, können beispielsweise Hakenleisten oder spezielle ausziehbare Kleiderstangen eine Alternative sein.
Unser Tipp: Nicht jeder freie Zentimeter muss mit Stauraum gefüllt werden. Entscheidend ist, dass die Schränke anschließend auch bequem genutzt werden können.
4. Kombinieren Sie offene und geschlossene Garderobenbereiche
Eine vollständig offene Garderobe bietet schnellen Zugriff auf Jacken und Taschen. Hängen dort allerdings viele Kleidungsstücke, kann der Vorraum schnell unruhig wirken.
Geschlossene Schränke sorgen für ein aufgeräumtes Erscheinungsbild, sind aber nicht für jeden Gegenstand gleichermaßen praktisch.
Oft ist deshalb eine Kombination aus beiden Varianten sinnvoll: Offene Haken für täglich getragene Jacken, geschlossene Schränke für zusätzliche Kleidung und Schubladen für kleinere Gegenstände wie Handschuhe, Hauben oder Schals.
Auch die Höhe der einzelnen Bereiche spielt eine Rolle. In Familien mit Kindern können beispielsweise niedriger angebrachte Garderobenhaken dafür sorgen, dass die Kleinen ihre Jacken selbstständig aufhängen können.
Unser Tipp: Planen Sie die Innenaufteilung nach den Gewohnheiten der Personen, die die Garderobe nutzen. So bleibt die Einrichtung auch im Alltag praktisch.
5. Denken Sie bei der Schuhaufbewahrung an den Winter
Schuhe benötigen oft mehr Stauraum, als man zunächst erwartet. Besonders Stiefel und festes Winterschuhwerk stellen andere Anforderungen an die Aufbewahrung als leichte Sommerschuhe.
Unterschiedlich hohe Fächer, herausziehbare Schuhablagen oder geschlossene Schuhschränke können helfen, den vorhandenen Platz besser zu nutzen.
Ein wichtiger Punkt ist dabei die Feuchtigkeit. Nasse oder stark verschmutzte Schuhe sollten nicht direkt in einem geschlossenen Schrank verstaut werden. Besser ist ein gut zugänglicher Platz, an dem sie trocknen können.
Leicht zu reinigende Ablagen oder herausnehmbare Schmutzschalen erleichtern zusätzlich die Pflege.
Unser Tipp: Planen Sie ausreichend Platz für höhere Schuhe ein und überlegen Sie, wo nasses Schuhwerk nach einem regnerischen oder verschneiten Tag abgestellt werden kann.
6. Integrieren Sie eine Sitzbank und praktische Ablageflächen
Eine Sitzgelegenheit macht den Vorraum deutlich komfortabler. Gerade beim An- und Ausziehen der Schuhe ist eine Bank hilfreich – besonders für Kinder oder ältere Personen.
Sie muss dabei nicht viel Platz beanspruchen. Eine maßgefertigte Sitzbank kann direkt in die Garderobe integriert und mit zusätzlichem Stauraum unter der Sitzfläche kombiniert werden.
Mindestens genauso wichtig sind kleine Ablageflächen. Schließlich braucht es auch einen festen Platz für Schlüssel, Geldbörse, Post oder Taschen.
Eine schmale Ablage oder eine kleine Schublade in der Nähe des Eingangs kann bereits einen großen Unterschied machen.
Unser Tipp: Überlegen Sie, wo Sie Ihre Gegenstände beim Heimkommen normalerweise ablegen. Genau dort sollte nach Möglichkeit eine passende Aufbewahrung vorgesehen werden.
7. Achten Sie auf pflegeleichte Materialien und gute Beleuchtung
Im Vorraum werden Möbel besonders häufig beansprucht. Feuchte Kleidung, Schmutz von Schuhen und die tägliche Nutzung stellen hohe Anforderungen an Materialien und Oberflächen.
Deshalb sollten Sie bei der Planung nicht nur auf die Optik achten. Robuste, pflegeleichte Oberflächen und eine geeignete Verarbeitung tragen dazu bei, dass die Garderobe auch nach Jahren noch gut nutzbar ist.
Auch die Beleuchtung sollte nicht vergessen werden. Gerade innenliegende Vorräume haben oft wenig Tageslicht.
Gut platzierte Leuchten können für eine angenehme Atmosphäre sorgen und die Nutzung erleichtern. Eine zusätzliche Beleuchtung in offenen Garderobenbereichen oder Schränken kann beispielsweise dabei helfen, Kleidung und Zubehör schneller zu finden.
Ein Spiegel ergänzt die Einrichtung und kann dazu beitragen, dass ein kleiner Vorraum optisch großzügiger wirkt.
Unser Tipp: Stimmen Sie Materialien, Farben und Beleuchtung auf die räumlichen Gegebenheiten und die tägliche Nutzung ab.
Garderobe nach Maß: Eine durchdachte Planung macht den Unterschied
Eine funktionale Garderobe muss nicht besonders groß sein. Viel wichtiger ist, dass der vorhandene Raum sinnvoll genutzt wird und alle Gegenstände einen passenden Platz finden.
Gerade bei schmalen Vorräumen, ungenutzten Nischen oder besonderen Grundrissen kann eine maßgefertigte Lösung ihre Vorteile ausspielen. Denn statt sich nach den Abmessungen eines Standardmöbels richten zu müssen, wird die Garderobe an den Raum und die individuellen Bedürfnisse angepasst.
Die ROKU Tischlerei in Loipersbach im Burgenland plant und fertigt maßgeschneiderte Möbellösungen, die Funktionalität, hochwertige Materialien und eine durchdachte Gestaltung miteinander verbinden.
Sie möchten Ihren Vorraum neu gestalten oder den vorhandenen Platz besser nutzen?
Wir beraten Sie gerne und entwickeln gemeinsam mit Ihnen eine Garderobenlösung, die zu Ihrem Zuhause und Ihrem Alltag passt.